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Things change - life goes on!

Wir melden uns mal wieder!

Es gibt eine berichtenswerte Veränderung beim Projekt Donnerwetter. Samuel, der in diesen Tagen Vater geworden ist, steigt jetzt im August 2013 aus zeitlichen und familiären Gründen dem Projekt aus.

Aber keine Angst – das heißt nicht, dass wir aufhören, an unser Material zu glauben. Im Gegenteil: Konstantin ist zur Zeit auf der Suche nach einem Ersatz für Samuel. Gesucht wird jemand, der sich mit Videoschnitt und Postproduction (Final Cut Pro X) auskennt und einige Stunden Zeit dafür aufbringen kann – schliesslich wollen wir die verbleibenden Kurzfilme fertig kriegen.

Konstantin wird nun nach seinem Abschluss an der CVJM-Hochschule an den Kurzfilmen weiterarbeiten. Wenn ihr also jemanden kennt oder vielleicht selbst jemand seid, der ihm bei der Fertigstellung unter die Arme greifen kann, dann meldet euch bitte:

https://www.facebook.com/konstantin.orizaris
konstantin@projektdonnerwetter.org

Danke euch!

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JETZT IST DONNERWETTER!

Es ist der 1jährige Geburtstag von Projekt Donnerwetter. Unsere Kurzfilm-Reihe über Donnertöchter und Donnersöhne (Menschen, die als Christen bewusst im Widerstand zum gängigen Mainstream und zu momentanen Gesellschaftstrends leben) sollte eigentlich längst fertig sein.

Viel länger als gedacht hat es gedauert, den ersten Film fertig zu kriegen. Doch nun endlich ist es geschafft – hier ist er. Wir sind sehr zufrieden mit dem Erstlingswerk und jetzt schon heiß auf die noch verbleibenden 5 Folgen.

Wir freuen uns ab jetzt über rege Diskussionen über das Gesagte und Gezeigte und hoffen auf einen Donnerschlag, der durch das Denken in der christliche Gemeindelandschaft Deutschlands geht.

Damit das passiert, hoffen wir auf eure Beteiligung. Teilt das Video, postet es bei Facebook, Twitter, in euren Netzwerken und Gruppen. Und wer es Oldschool mag: Verschickt es per E-Mail. ;-)

Danke für eure Geduld bis hierher. Wir glauben, sie hat sich gelohnt.
Schreibt, schickt, sagt uns euer Feedback!

Auf bald!

— Samuel und Konstantin

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Lebenszeichen.

Lang ist es her, zu lange eigentlich, seit wir Ende Februar die Kameras eingepackt hatten, uns voneinander verabschiedet hatten und mit dem doch etwas unguten Gefühl ins Frühjahr gingen, dass wir im (viel zu engen) Zeitrahmen nichts Fertiges hatten. 

Konstantin wollte weiterschneiden. Das Studium wollte es anders. Und deshalb ist wohl zuallerst eine Entschuldigung an all die fällig, die nach wie vor auf die Resultate unserer Dreharbeiten warten: es tut uns leid, dass wir euch zappeln lassen. Uns gefällt dieser Zustand selber auch nicht.

Sam hat allerdings nun mal seine existenzsichernde Freiberuflertätigkeit und war deshalb von vorneherein nur für das Mastering der Post-Produktion vorgesehen. 

Konstantins Doppel-Bachelorstudium hat im letzten Semester die Zügel merklich angezogen: neben vielen neuen Modulen, Prüfungen, Hausarbeiten, Vorlesungen, Seminaren und dem Rest der akademischen Rundum-Beschäftigung gab es an der CVJM-Hochschule viel unerwarteten Mitgestaltungs-, Diskussions- und Klärungsbedarf. Dabei waren unsere Donnersöhne und Donnertöchter durchaus eine Inspiration… 

Es waren trotzdem schlicht und einfach bisher viel weniger Ressourcen (Zeit, Ruhe, Energie) zum Weitermachen/Sichten/Schneiden da als gedacht.

Ein teils sehr erholsame (notwendigerweise!), teils sehr arbeitsamer Sommer später: Pädagogische Fortbildungen, etwas ehrenamtliche Arbeit, einige Nebenjobs und der oft genug wortwörtliche Mit-Aufbau am CVJM-Campus sind abgehakt. Das Filmprojekt? immer noch nicht. 

Aber im frisch beginnenen Wintersemester sieht die Lage wesentlich entspannter aus. Und weil uns das Rohmaterial eigentlich keine andere Wahl lässt, wollen wir einen neuen Versuch starten. Unser Ziel: über den Herbst/Winter nach und nach die Filme fertigstellen und veröffentlichen. Einen nach dem anderen.

Dass dann vielleicht erst ein ganzes Jahr später die Geschichten vom Februar 2012 erzählt sind, war so nie geplant. Aber wir hoffen, dass sie auch dann noch ihre Aktualität behalten… und ihr dranbleibt und euch auf die Ergebnisse freut.

Danke für euer Verständnis.

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Unser Fazit zum Projektmonat. Ein kurzes Interview mit uns selbst.

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Unser Trailer ist online. Viel Spaß damit und gerne fleißig teilen!

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Noch gibts kein Popcorn… Noch.

Menschenskinder, der vergangene Monat hatte es in sich.

Unser erstes gemeinsames Projekt. Und dann gleich Film. Schöne, ereignisreiche, aber auch anstrengende Tage liegen hinter uns. Der Beginn des neuen Studiensemesters von Konstantin und neue Arbeit für mich als Selbstständigem liegt frisch vor uns. Aber schauen wir doch erstmal auf den aktuellen Stand.

Folgendes haben wir an Material in den letzten drei Wochen gesammelt:

  • ca. 24 Stunden Videomaterial
  • ca. 430 Gigabyte Videodaten
  • ca. 5 Gigabyte Audiodaten

Dieses ganze Material wurde letzte Woche verarbeitet und in eine sinnvolle Struktur gebracht. Die Clips wurden verschlagwortet und kategorisiert. Teilweise mussten Tonspuren mit Videobildern synchronisiert werden. Und am Ende soll es schön aussehen und einen ästhetisch-inhaltich ansprechenden Film ergeben.

Die harte und zeitintensive Arbeit der vergangenen Woche hat aber am letzten Wochenende (noch) nicht ihr Ende gefunden. Wir arbeiten weiter an unserem Film und planen, ihn im Frühsommer 2012 der Öffentlichkeit zeigen zu können. Angepeilt ist der Monat Juni.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für alles entgegen gebrachte Vertrauen, jede Ermutigung, jedes wohlwollende Gespräch, jede einzelne Spende. DANKE!

Verschwiegen werden soll aber auch nicht, dass uns zur Abschlussfinanzierung (vorgestreckte Reisekosten, DVD-Produktion, Webseite) noch einige hundert Euro fehlen. Wenn du also das hier liest, unsere Arbeit toll findest und mithelfen möchtest, dass der Film den Weg in die Öffentlichkeit findet, dann darfst du dich gerne an uns wenden. Wir schicken unser Spenden-PDF jedem gerne zu, der es haben möchte.

Ansonsten schnippeln wir jetzt hier und in Kassel weiter und melden uns bis zur Premiere des Films sicher noch das eine oder andere Mal. Also dranbleiben, am Blog und an der Facebook-Seite.

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Drehschluss. Schnittbeginn.

Die bisher wohl intensivste und anstrengendste Woche unseres Projekts liegt hinter uns. Noch einmal durften wir drei interessante Menschen kennenlernen, begleiten, interviewen.

Am Montag nach Münster gestartet, reisten wir diese Woche über Düsseldorf nach Berlin. Dort verbrachten wir zwei vollgepackte Tage bevor es am Samstag weiter nach Dresden ging. Dort haben wir zwei unserer (möglichen) Protagonisten auf der Demo „Dresden Nazifrei“ beobachtet und filmisch begleitet. Beide jeweils in einem leicht anderen Kontext.

Neben heiß gelaufenen und vollen Speicherkarten bzw. Festplatten nahmen wir viele interessante Gespräche, inspirierende Begegnungen und starke Eindrücke mit nach Hause. Ich werde das Gefühl nicht los, dass dieses Kurzfilm-Projekt mich selbst mehr verändert als ich zu Beginn dachte.

Eigentlich war ich losgezogen, um mit starken Bildern und krassen Aussagen andere zu berühren und zu bewegen. Doch mittlerweile merke ich, dass so mancher Gedanke mich selbst am meisten herausfordert und berührt.

Jetzt beginnt die digitalen Schnippelei des Datenmaterials mit der Mauszeiger-Rasierklinge. Nach einer ausführlichen Videoschnittprogramm-Einarbeitung (Apple Final Cut Pro X) mithilfe eines sehr guten Video-Tutorials (die nebenbei gesagt, nebenbei geschehen musste), versuchen wir, die eingefangenen bewegten Bilder in eine erzählerisch anspruchsvolle Reihenfolge zu bringen.

So Gott will und die Technik sowie wir nicht versagen, werdet ihr bald Augen- und Ohrenzeugen von etwas Außergewöhnlichem. Inwiefern, verrate ich noch nicht.

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Dresden. Nazifrei. Und wir mittendrin.

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Eine kleine Fast-Vorschau auf unsere Protagonistinnen von letzter Woche… Donnertöchter!

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Halbzeit.

Freitagnacht, Süddeutschland. Zwei frierende, verspannte, müde Gestalten stehen vor einer schwach beleuchteten Telefonzelle im schwäbischen Hinterland und hoffen, dass die Fahrerin für die letzten paar Meter bald kommt. 

1300 Kilometer, großteils in Zügen verbracht.

13 Stunden Filmmaterial - 219 Gigabyte auf der Festplatte.

50 Kilogramm Gepäck verteilt auf zwei Rücken in vier Rucksäcken.

Und das erhebende Gefühl, in den letzten sieben Tagen vielen besonderen Menschen begegnet zu sein. Dreien davon durften wir nahe treten, Fragen stellen und Antworten hören, unsere Kameras und Mikrofone auf sie richten. Seltsam fühlt es sich an, seinem Gegenüber zwei Stunden lang gleichzeitig voll zuzuhören, sich die nächste Frage zurechtzulegen und den roten Faden nicht zu verlieren, den Gesprächsfluss aufrecht zu erhalten und sich bei der ganzen Sache eigene Meinung, Antworten und Statements weitestgehend zu verkneifen. Das alles ist anstrengender, als ich dachte - dafür aber auch wunderbar. Wenn jemand sich öffnet und abseits der kurzen glatten Statements von Hoffnungen und Ängsten, von Visionen und Wut anfängt zu erzählen, dann hüpft mir blutigem Anfänger das Herz. (Wundert es da jemand, dass ich vor Drehbeginn aufgekratzter war als meine Gegenüber?) 

Genauso dankbar sind wir für die Gastfreundschaft in Leipzig und Dresden: all die Schlafsofas, Gästezimmer, Stücke Apfelstrudel und Tassen Tee&Kaffee, die kleinen Freuden unterwegs und die Gemeinschaft nach Feierabend, abseits der Kamera. Ohne all diese schönen Momente hätten wir wohl längst das Handtuch geworfen.

Die Technik tat, was von ihr gefordert war, und das überraschend fehlerfrei. Das Filmen mit digitalen Spiegelreflexkameras scheint nach wie vor ein Nischendasein zu fristen. Dabei ist das gesamte Equipment rund um zwei Kameras (Objektive, Stative, Mikrofone, Speicherkarten, Zubehör) zwar weder spottbillig noch federleicht und streckenweise frustrierend unausgereift - trotzdem vergleichsweise günstig und mobil. Für einen Bruchteil “großer” Budgets liefert unser Sammelsurium in Schwarzplastik und -metall allerdings richtig gute Bildqualität bei einfacher Handhabung. Für NGOs, Vereine und Werke eröffnet diese Technik vermutlich früher oder später Welten. Und wir sind darüber hinaus froh, die vom Fotografieren geprägten Seh- und Arbeitsgewohnheiten nicht für etwaige Klein-Camcorder über den Haufen werfen zu müssen. 

Trotz der Unwägbarkeiten in Sachen Verspätung/Ausfall/Stehenbleiben/Heizungsversagen hatten wir uns kurzfristig fürs Bahnfahren entschieden. Preislich ähnlich gelagert wie die Reise per Auto, hat der ICE entscheidende Vorteile: bequeme Sitze, Steckdosen und Tische. Nach spätestens 30 Minuten sind die Laptops aufgeklappt, der UMTS-Stick online und es wird nahtlos da weitergearbeitet, wo wir zuletzt aufgehört hatten. Was dieses mobile Nomadenleben genau mit mir macht, habe ich noch nicht ganz verstanden. Aber verglichen mit vielstündigem Landschaftsbetrachten und Autobahnabfahrtenzählen gefällt mir dieser Reisemodus. 

Zu guter Letzt, auch wenn Sam und ich uns laufend wiederholen: Unser großer Dank gilt allen, deren Spenden uns unterstützen! Ohne euch wäre die nächste Woche nicht möglich. Denn morgen früh schon geht es in die zweite Dreh-Runde. Stuttgart - Münster - Berlin - Dresden - Stuttgart, mit einigen individuellen Umwegen. Und wie es uns on tour ergeht… dazu später mehr hier im Blog. 

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Eiskalte Impressionen von der ersten Drehwoche.

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Einen wunderschönen guten Morgen allerseits. Hier unser erster Vlog direkt aus Leipzig. Wir haben die letzten Tage viel gearbeitet (Dreharbeiten!) und melden uns hiermit bei euch.

Vielen lieben Dank für alle bisher eingegangenen Spenden! Ohne euren Support wäre das Projekt nicht möglich. DANKE!

Nichts desto trotz fehlen uns noch einige finanzielle Mittel zur abschliessenden Finanzierung der Projektkosten. Dabei hoffen wir weiterhin auf Unterstützung von Menschen, die das Projekt gut und finanziell unterstützenswert finden. Also vielleicht jemand wie du?

Helfen könnt ihr uns auch, indem ihr unsere Webseite oder Facebook-Seite teilt und euren Freunden vom Projekt weitererzählt. Wir melden uns bald wieder von der Reise oder aus dem Projektbüro.

Bis dahin: Schöne, erfolgreiche, interessante und gesegnete Tage!

Sam & Konstantin

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Unser Material für den ersten Dreh

Unser Material für den ersten Dreh

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Konsti vs. Sam: Kollaboratives Arbeiten on-&offline.

Xavier, du guter alter Sohn Mannheims, bei dir klingt das ja so einfach:

"Was wir alleine nicht schaffen/Das schaffen wir dann zusamm’/Dazu brauchen wir keinerlei Waffen /Uns’re Waffe nennt sich unser Verstand.” 

Oder in unserem Fall mehr als nur die Birne - weil wir beide mit den Äpfelrechnern arbeiten, vereinfacht das die Ausgangslage erheblich. Dass auf beiden Macs Things das Aufgabenchaos im Altagsgeschäft bändigt, hilft allerdings bei der Verteilung von To-Dos leider wenig:

Sorry, this feature is still work in progress. (…) Expect a lot of changes and improvements.” 

Danke auch, wir bräuchten’s jetzt. 

Und obwohl die einschlägigen Ratgeber, Trainer und Gurus uns dafür wohl den Kopf abreißen, weil wir die “simplify your Dingsbums"-Doktrin verletzen: parallel zu Things läuft Wunderlist - nur für dieses eine Projekt. Weniger wegen des überschicken Designs, sondern wegen der wirklich einfachen Möglichkeit, Aufgaben über die eingebaute Cloud hin-und-her zu verteilen. (Was den Herrn Anleiter freut: "Ich hab dir mal eben ein paar Aufgaben in Wunderlist gepackt.") Die einstellbaren Deadlines lassen zwar den Funktionsumfang von Things vermissen, trotzdem helfen sie, den nächsten Streckenabschnitt zu planen. 

Aber aller digitalen Lösungen, mit denen wir vermutlich auch die Strecke Kassel-Markgröningen auf Arbeitsfähigkeit verkürzen könnten, zum Trotz: dass das Ehepaar Kümmel ihr Haus, ihren Kühlschrank und ihr WLAN für den Praktikanten geöffnet haben, zeugt nicht nur von Leichtsinn Gastfreundlichkeit, es hilft auch ganz konkret. Im Wohnzimmer steht ein Schreibtisch, im Arbeitszimmer der andere; das eine Sofa ist kurzerhand zur Schlaf-, das andere zur Materialstelle umfunktioniert. Wichtige Entscheidungen werden im Gang getroffen, Freudenschreie und Frust geteilt, schnell mal eben gemeinsam zum Fotoladen gefahren - es zeigt sich, dass Zusammenarbeit zwischen Menschen immer noch am besten in Rufweite funktioniert.

Und mehr als das: unser Zusammenleben prägt das Arbeitsklima. Gemeinsam kochen, am Frühstückstisch diskutieren, zum Abschalten Filme schauen (ganz weg davon kommt man eben nie), fotografieren gehen und in Cafés entspannen… vielleicht nicht der Arbeitsmodus für ein dauerhafte Zusammenarbeit, aber dieses Praktikum gewinnt dadurch an Tiefe. Ob und wann wir uns das erste Mal unterwegs so richtig deftig in die Haare bekommen, bleibt abzuwarten.

Bis dahin geh’ ich mal weiter die To-Dos dezimieren.

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"Irgendwann werden Historiker an uns nichts Großzügiges oder Wohltätiges sehen, sondern die nackte Barbarei unserer Privatheit." 

"Schuld. Die Barbarei Europas" vom Zentrum für politische Schönheit mit Sam zu schauen, war der Auslöser für Diskussionen über den Stil (Sam: Dieses Kamera-Gewackel! - Konstantin: Ui, Stilmittel!) genauso wie über die Sinnhaftigkeit der symbolischen Nachrungsmittel-Vernichtung am Ende. Und ob der Schlussmonolog nicht doch ein bisschen zuviel Pathos in Richtung Zuschauer feuert.

Außerdem ist unser erklärtes Ziel eben nicht, (halb)fiktional zu arbeiten. So spannend das auch sein mag, wir wollen Charaktere vorstellen, nicht spielen lassen. 


Fest steht: Wenn die Deutsche Bank sich derartig aufscheuchen lässt, dann ist die Wirkung dieses halbfiktionalen, subjektiven, wackeligen erzählenden Films eine ordentliche. Und das macht Mut. Nicht dass wir eine Welle von Klagen auf uns zurollen sehen möchten (und dann die Spendengelder für Anwaltskosten ausgeben) - aber es freut uns dann doch, dass diese Form des Films funktioniert.